Strompreisvergleich • Strompreise vergleichen

Teure Grundversorger

Viele Kunden bleiben bei ihrem heimischen Stadtwerk, was in der Regel die teuerste Lösung für den Bezug von Energie ist. Ein Strompreisvergleich zeigt sehr schnell auf, dass ein Wechsel zu einem der vielen Alternativanbieter in der Regel - je nach Haushaltsgröße - jährlich rund 300 bis 600 Euro Stromkosten weniger bedeutet. Die Grundversorger kennen die Wechselunwilligkeit der Kunden und senken daher nicht die Preise. Es herrscht jedoch Konsens darüber, dass der Wechsel zu einem günstigeren Anbieter erleichtert werden muss, auch um den Wettbewerb auf dem Strommarkt zu beleben. Das Bundeswirtschaftsministerium hat daher vorgeschlagen, die Kündigungsfrist für Verträge bei Grundversorgern auf zwei Wochen zu verkürzen. Der Bundesverband Neuer Energieanbieter (bne) begrüßt diesen Schritt ausdrücklich. Die Anmeldefristen für die Wechselprozesse müssen allerdings jetzt angepasst werden, schlägt der bne vor. Im Februar 2012 sind knapp 15 Prozent der deutschen Stromverbraucher Kunden eines Neuen Energieanbieters. Allerdings verharren noch 44 Prozent aller Bürger im teuren Grundversorgungstarif des regionalen Versorgers, das teilte die Bundesnetzagentur mit. Sollte die Kündigungsfrist bei diesem Versorger auf zwei Wochen verkürzt werden, könnte neuer Schwung in den Wechsel kommen. Der Vorschlag für die Verkürzung der Frist war von Bundeswirtschaftsminister Rösler (FDP) gekommen.

Beim Strompreisvergleich auf Vorauskasse achten

Tarife mit Vorauskasse gelten nach wie vor als nicht empfehlenswert. Allerdings gibt es inzwischen durch den zunehmenden Wettbewerb sehr viele günstige und gleichzeitig hochseriöse Angebote. Wechselwillige Kunden sollten die Ratschläge örtlicher Verbraucherzentralen hinsichtlich des Anbieterwechsels beachten und sich auf Vergleichsportalen informieren, erklärte der Geschäftsführer des bne Robert Busch. Nach der Anpassung der Wechselprozesse können Kunden dann noch unproblematischer zu einem preiswerten Stromtarif wechseln. Der Wechsel ist auch jetzt schon online und ohne lästigen Papierkram möglich. Wenn ein neuer, günstigerer Tarif gefunden wurde, genügt die Anmeldung beim neuen Anbieter, dieser nimmt die Kündigung beim vorherigen Versorger vor. Kunden müssen lediglich ihren Zählerstand ablesen und den neuen Vertrag unterschreiben.

Börsenstrompreise sinken durch grünen Strom

Der BEE (Bundesverband Erneuerbare Energien) hat einen Strompreisvergleich über die letzten Monate an der Leipziger Strombörse vorgenommen. Für die Anbieter von grünem Strom fällt das Ergebnis eindeutig positiv aus, denn das Strompreisniveau ist gesunken, während mehr Strom aus Erneuerbaren Energien eingespeist wurde. Damit ist die Annahme widerlegt, dass durch die Abschaltung der Atomkraftwerke der Strompreis insgesamt drastisch steigen könnte. Diese Befürchtung war, angefeuert durch Statements großer Energiekonzerne, nach der beschlossenen Energiewende der Bundesregierung durch die Medien gegeistert. BEE-Präsident Dietmar Schütz konstatiert nun das Gegenteil: Solar- und Windenergie haben zu einer Preissenkung an der Strombörse beigetragen. Das dürfte sich auch im Strompreisvergleich niederschlagen, den private Kunden über den Vergleichsrechner durchführen. Ökostrom hat sein Image als "teuer" Strom für umweltverliebte, aber preisblinde Narren längst verloren, er ist sehr oft günstiger als konventioneller Strom. Dazu tragen auch innovative Preismodelle der grünen Anbieter bei. Deutschland bleibt darüber hinaus Stromexporteur, was bedeutet, dass die Energiewende schon in ihrem ersten Jahr weder der Versorgungssicherheit noch der Preisstabilität geschadet hat.

Falls unterhalb kein Stromvergleich angezeigt wird, bitte hier klicken